Gruppenleiterin Priska Petersen beim „Einhand-Stricken“

Dass ein Schlaganfall nicht bedeuten muss, nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, wissen die Mitglieder der Schlaganfall-Selbsthilfegruppe Hamburg-Nord aus eigener Erfahrung. Priska Petersen, seit Anfang 2018 Gruppenleiterin und selbst Schlaganfall-Patientin, lässt sich jedenfalls nicht durch körperliche Einschränkungen ausbremsen. Im Gegenteil, sie sieht darin kein Problem, sondern eine Herausforderung. So ist Stricken trotz eines gelähmten Arms auch nach dem Schlaganfall eine ihrer größten Leidenschaften. Hin und wieder ist sie sogar auf dem Golfplatz anzutreffen. Als zertifizierte Schlaganfall-Mentorin steht sie anderen Betroffenen zudem beratend zur Seite. Ihre eigenen Erfahrungen helfen dabei, die Situation anderer Betroffener nachzufühlen und gemeinsam mit ihnen individuelle Lösungen zu finden.

Unterschiedlichste Ausflüge sind bei den Gruppenmitgliedern sehr beliebt.

Wie ihr geht es den meisten Mitgliedern der Selbsthilfegruppe Hamburg-Nord. Sie möchten sich durch ihre Erkrankung nicht einschränken lassen, auch wenn sich natürlich Vieles verändert. Aber aus Schicksalen können auch neue Traditionen entstehen. Wie zum Beispiel das Gruppentreffen, das regelmäßig am 3. Montag im Monat im Gemeindehaus der Simon-Petrus-Kirche stattfindet. Und hier sind nicht nur Patienten, sondern auch Angehörige willkommen. Zwischen 25 und 30 Mitgliedern zählt die Gruppe derzeit, bestehend aus Patienten und Angehörigen. Man kommt in geselliger Runde zusammen, schnackt über dies und das, auch mal über den Schlaganfall. Doch vor allem ist es ein Treffen von Menschen mit demselben Schicksal. Es werden Erfahrungen ausgetauscht und Tipps weitergegeben. Besonders beliebt sind Ausflüge, die gemeinsam organisiert und durchgeführt werden.

Willkommen ist, wer sich für eine Selbsthilfegruppe interessiert, egal ob Patient oder Angehöriger, ob erst seit Kurzem oder bereits seit Jahren betroffen, ob aus Poppenbüttel oder von woanders her. Wer zum ersten Mal die Selbsthilfegruppe besuchen möchte, sollte sich im Vorfeld bei Gruppenleiterin Priska Petersen melden. Telefonisch können erste Fragen geklärt oder, bei akutem Beratungsbedarf, ein Termin für einen Hausbesuch vereinbart werden. Und ganz nebenbei ist der erste Kontakt zu einem Gruppenmitglied bereits hergestellt und die eventuell vorhandene Hemmschwelle für den Besuch ausgeräumt.

Bitte beachten Sie: Die Selbsthilfegruppensitzungen bieten einen Rahmen des Austausches für alle Teilnehmer. Wenn Sie eine individuelle Beratung wünschen, vereinbaren Sie gerne telefonisch einen Termin für einen Hausbesuch.

Wann:
jeder 3. Montag im Monat um 15:00 Uhr (Dauer: etwa 2 Stunden)

Wo:
Gemeindesaal der
Simon-Petrus-Kirche
Harksheider Str. 156
22399 Hamburg

Der Zugang zum Veranstaltungsraum ist barrierefrei, es steht eine Rollstuhlrampe zur Verfügung.

Kontakt:
Priska Petersen – zertifizierte Schlaganfall-Mentorin
Telefon: 0162 2152 828
E-Mail: priska.petersen@schlaganfall-ring.de

 

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