S1-Leitlinie „Neurologische Manifestationen bei COVID-19“ aktualisiert:

Schlaganfallpatienten besonders gefährdet. Schlaganfall-Ring fordert Anpassung der Impfpriorisierung.

 

Auch wenn es wehtut, die schlechte Nachricht zuerst: Die Forschungsergebnisse zeigen sehr deutlich, dass Patienten, die in der Vergangenheit einen Schlaganfall erlitten haben, ein hohes Risiko für einen besonders schweren Verlauf der COVID-19-Erkrankung tragen und daher der Hochrisikogruppe zugerechnet werden.

Experten raten Schlaganfall-Betroffenen daher zur besonders strikten Einhaltung der Hygieneregeln sowie der Kontaktbeschränkungen, um sich vor dem Virus zu schützen.

Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Nach neuesten Erkenntnissen besteht bei Schlaganfallpatienten keine Kontraindikation gegen die SARS-CoV-2-Impfung.

Schlaganfallpatienten müssen schnellstmöglich immunisiert werden.

    Die in der Vergangenheit festgelegte Impfpriorisierung entspricht einer Risikobewertung, die inzwischen durch neue Erkenntnisse überholt ist. Jeden Tag tragen neu gewonnene Informationen Stück für Stück zur Entwicklung eines Gesamtbildes der COVID-19-Erkrankung bei.

    Eine neue Risikobewertung durch die medizinische Forschung kann nur eine Konsequenz haben:

    Die dringende Anpassung der Impfpriorisierung.

    Der Schlaganfall-Ring fordert deshalb ausdrücklich, dass Menschen nach Schlaganfall mit besonders hoher Priorität in der Impfreihenfolge berücksichtigt und schnellstmöglich immunisiert werden.

    Eine entsprechende Anfrage an das Gesundheitsministerium Schleswig-Holstein wurde bereits gestellt.

     

     

    S1-Leitlinie ‚Neurologische Manifestationen bei COVID-19‘. Bitte anklicken, um zur pdf-Datei zu gelangen.

     

    Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Neurologie. Bitte anklicken, um zur pdf-Datei zu gelangen.